Mit Teilstandort Leuth

Hausaufgaben

Die folgenden gesetzlichen Vorgaben zeigen, dass Hausaufgaben vom Gesetzgeber durchaus gewollt sind, aber es auch klare Bestimmungen zu ihnen gibt. Der Gesetzgeber regelt im § 45 des Schulgesetzes u.a. die Pflicht der Schüler/innen, „die Hausaufgaben zu erledigen". Die Klassenlehrerin achtet laut allgemeiner Dienstordnung auf den Umfang und die Erledigung der Hausaufgaben.

Der Runderlass zur Betreuung von 2006 bestimmt u.a., dass Zeit „zur Erledigung der Hausaufgaben" gegeben wird. Ein weiterer Runderlass besagt, dass Hausaufgaben die schulische Arbeit ergänzen, dazu dienen, das im Unterricht Erarbeitete einzuprägen, einzuüben und anzuwenden und zur Vorbereitung neuer Aufgaben zu nutzen. Sie sollen Schülern/innen Gelegenheit geben zu selbstständiger Auseinandersetzung mit einer begrenzten neuen Aufgabe und sie befähigen, Lernvorgänge selbst zu organisieren sowie Arbeitstechniken und Arbeitsmittel selbst zu wählen und einzusetzen.

Hausaufgaben müssen aus dem Unterricht erwachsen und zu ihm zurückführen, müssen von den Schülern selbstständig und in angemessener Zeit gelöst werden können, eindeutig und klar sein und vom Lehrer angemessen gewürdigt werden. Es empfiehlt sich, nach Leistungsfähigkeit zu differenzieren. Hausaufgaben sind nicht zur Disziplinierung da, können sich nicht auf Unverstandenes beziehen und werden in der Regel nicht benotet.

Hausaufgaben werden nicht von Samstag zu Montag und für Tage, denen ein Feiertag vorangeht, erteilt. Sie sollen in den Klassen 1 und 2 in 30 Minuten und den Klassen 3 und 4 in 60 Minuten erledigt werden.

 

Aufgaben der Lehrerinnen:

Die Lehrer/innen bemühen sich intensiv, ihre Aufgabenstellung zu hinterfragen, um ihren Schülern/innen nur solche Aufgaben zu erteilen, die eine sinnvolle Ergänzung zum Unterricht sind, den verstandenen Unterrichtsstoff festigen, üben, wiederholen, vertiefen oder eine direkte Vorbereitung auf neue Aufgaben darstellen.

Bei erheblichen Leistungsunterschieden oder Belastbarkeiten von Schüler/innen nehmen sie eine angemessene Differenzierung der Hausaufgaben vor, um Überlastungen zu vermeiden. Dies kann auch dazu führen, dass die Schüler/innen einer Klasse ganz unterschiedliche Aufgaben erhalten.

Jede/r Lehrer/in gibt Zeit, um die Hausaufgaben in ihrer/seiner Unterrichtsstunde aufzuschreiben. Um die vorgeschriebenen Höchstzeiten bei konzentriertem Arbeiten nicht zu überschreiten, sprechen sich die Fachlehrer in der Schuleingangsphase mit dem Klassenlehrer ab, wenn sie Aufgaben für zu Hause geben.

Hausaufgaben werden nicht benotet, aber es wird regelmäßig festgestellt, ob sie gemacht wurden. Vergessene Hausaufgaben müssen bis zum nächsten Tag nachgeholt werden. Geschieht dies nicht, müssen sie in der Pause oder nach Verständigung der Eltern im Anschluss an den Unterricht nachgearbeitet werden.

Fehlende oder unvollständige Hausaufgaben werden von allen Lehrer/innen in eine auf dem Pult liegende Liste eingetragen. Fehlen danach die Hausaufgaben dreimal, werden die Eltern mit einem kurzen Schreiben darüber informiert und geben eine Rückmeldung ihrer Kenntnisnahme. Ebenso werden vergessene Materialien in einer Liste aufgeschrieben und bei dreifachem Fehlen eine entsprechende Rückmeldung gegeben.

Lehrer/innen würdigen gemachte Hausaufgaben durch eine angemessene Anerkennung. Diese kann nicht immer in einer vollständigen Kontrolle bestehen, sondern wird auch durch Stichproben oder gelegentliches Einsammeln der Hefte wahrgenommen. Dabei achten sie neben der Richtigkeit auch in besonderem Maße auf die äußere Form: das Schriftbild, die Ordnung, die Leserlichkeit und die Struktur. Hinweise dieser Art sollten in den nächsten Arbeiten umgesetzt werden, sonst könnte sich im Einzelfall daraus auch eine Neufassung der Aufgaben ergeben.

 

Aufgaben der Schüler:

Die Aufgabe der Schüler/innen ist es, ihre Hausaufgaben konzentriert, vollständig und in ordentlicher Form zu machen und sich dabei nach bestem Können anzustrengen. Haben sie dies in der Schuleingangsphase 30 Minuten und in den 3. und 4. Klassen 60 Minuten lang getan, dürfen sie ihre Hausaufgaben abbrechen. Schreiben die Eltern eine kurze Bestätigung der Arbeitszeit unter die Hausaufgaben, gelten diese nicht als unvollständig bearbeitet.

Sind Hausaufgaben wirklich nicht verstanden worden, sollen Schüler/innen dies am nächsten Tag dem Lehrer vortragen und die Arbeit nach erneuter Erklärung durch den Lehrer nochmals versuchen.

Die Schüler/innen, die sich die Hausaufgaben nicht auswendig merken können oder wollen, sollen diese in ein Hausaufgabenheft aufschreiben. In der Schuleingangsphase wird dieses Aufschreiben von den Lehrer/innen noch überprüft, später sollte dies von den Schüler/innen selbstständig geleistet werden.

Hausaufgaben sollen grundsätzlich von allen Schüler/innen allein und selbstständig angefertigt werden. Jede/r Schüler/in ist selbst dafür verantwortlich, dass er/sie das nötige Material dazu bereithält und ggf. aus der Schule mitnimmt.

Dieser Selbstorganisation und Selbstverantwortung trägt der Vereinbarung Rechnung, keine Klassenräume mehr aufzuschließen, um vergessene Materialien oder Bücher nachträglich zu holen.

 

Die Aufgaben der Eltern:

Eltern unterstützen die korrekte Durchführung der Hausaufgaben, indem sie die Schüler/innen mit den notwendigen Materialien versorgen, für einen ruhigen Arbeitsplatz, für eine ungestörte Arbeitszeit und eine selbstständige Erledigung der Hausaufgaben sorgen.

Sie sorgen für die Einhaltung der vorgeschriebenen Arbeitszeit unter obigen Bedingungen, lassen ihre Kinder nach den vorgesehenen Zeiten Schluss machen und notieren die Zeit unter der Arbeit.

Sie kontrollieren die Aufgaben auf ihre äußere Form. Wenn sie die Aufgaben inhaltlich oder auf ihre Richtigkeit hin korrigieren, machen sie daneben eine Notiz oder ein post-it für den Lehrer, so dass dieser den Fehler erkennen und im Unterricht oder im Fitnessstudio darauf eingehen kann. Dies gilt auch für unverstandene Hausaufgaben. Es ist nicht verboten, aber auch nicht Aufgabe der Eltern, unverstandene Unterrichtsinhalte aufzuarbeiten.

Wichtiger wäre es, das Kind zu ermutigen, sein Problem dem Lehrer selbst vorzutragen. Damit erkennt das Kind, dass es Fehler machen darf und dass dies Schritte auf dem Weg des Lernprozesses sind, die weder schlimm sind noch einer Bewertung von gut und schlecht unterliegen. Dies unterstützt das Selbstbewusstsein der Schüler/innen.

Wenn Kinder Materialien in der Schule liegen gelassen haben, fördern Eltern die Selbstständigkeit ihrer Kinder auch, indem sie sie auffordern, sich selbst um eine Ersatzbeschaffung bei Klassenkameraden zu kümmern, anstatt ihnen dies ohne weiteres abzunehmen.

Sind Schüler/innen nachlässig darin, sich die Hausaufgaben in der Schule aufzuschreiben, gehört es zur Erziehungspflicht der Eltern, für entsprechende erzieherische Konsequenzen zu sorgen, damit ihre Kinder zukünftig für ein sorgfältiges Notieren der Hausaufgaben sorgen.